Drecksau? Armes Schwein? Glücksschwein? Schnitzel? Wurst? Speck? Sowohl im menschlichen Sprachgebrauch als auch auf unseren Tellern sind Schweine allgegenwärtig. Das Schimpfwort „Dreckschwein“ hält sich hartnäckig, aber es wird den sauberen und intelligenten Tieren nicht gerecht. Im Gegenteil.
Jahr für Jahr werden in Deutschland über 20 Millionen Ferkel kastriert, fast ausnahmslos ohne Betäubung und bei vollem Bewusstsein.
PROVIEH setzt sich dafür ein, ganz auf die Kastration zu verzichten und stattdessen unkastrierte männliche Schweine (Jungeber) zu mästen.
31.08.2011: „Schwein gehabt“ meint, dass man Glück gehabt hat. Doch die sprichwörtliche Redewendung könnte auch anders verstanden werden. Tagtäglich kommen wir heute mit Bestandteilen vom Schwein in Kontakt, die in einer ganzen Palette von Produkten enthalten sind. Denn überall auf der Welt haben Menschen schon immer versucht, möglichst viel aus einem Schwein herauszuholen. Aber was die moderne Industrie heute alles aus dem Borstentier herstellen kann, ist dennoch verblüffend.
03.03.2012 Der Bau industrieller Intensivtierhaltungsanlagen ("Massentierhaltung") stößt auch im Schwarzwald auf entschiedenen Widerstand. Ein breites Bündnis von Anwohnern und Gewerbetreibenen wehrt sich gegen die Errichtung einer Ferkelfabrik, in der pro Jahr über 30.000 Ferkel produziert und mehr als 1.200 Sauen gehalten werden sollen. Die PROVIEH-Regionalgruppe Bad Dürrheim unterstützt die Aufklärungsarbeit durch die örtlichen Bürgerinitiativen. Dafür hat der Fachverband ein zweckgebundenes Spendenkonto eingerichtet.
26.01.2012: Ausgerechnet in dem Moment, in dem rund 23.000 Menschen in Berlin gegen Intensivmast und Antibiotika-Missbrauch in der Tiermast demonstrierten, wurden im Allgäu und in der Gegend um Ulm 25 Schweinemastbetriebe gesperrt. Begründung: Im Urin der Schweine fand man Spuren von Antibiotika.
„Ringelschwanzkasse“ – Vorschlag für einen Solidarfonds zur Umstellung auf die Mast unkupierter Schweine
EU berät: Bald wieder Tiermehl für Schweine und Geflügel?
Erfolgreicher Protest gegen "Schweinepatent" - aber Patentgefahren drohen weiterhin
29.08.2011: Das Kürzen von Ferkelschwänzen ist nach EU-Recht nur ausnahmsweise erlaubt, wenn in den Mastbetrieben Verhaltensstörungen wie Schwanzbeißen und Kannibalismus im Bestand auftraten und durch vorbeugende Maßnahmen nicht wirksam vermieden werden konnten. Doch die Ausnahmeregelung geriet in Deutschland und anderen EU-Ländern zur gängigen Praxis. Dagegen hat PROVIEH im Herbst 2009 bei der EU-Kommission Beschwerde gegen Deutschland eingereicht.
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05.12.2011: Dies ist das Fazit des ökologisch ausgerichteten Forschungs-instituts für biologischen Landbau (FibL) nach der 18. FREILAND-Tagung in Wien, die unter dem Motto "Tiergerecht geht weiter! Neue Wege in der Nutztierhaltung" stand.
18.05.2011: Die Kampagnenarbeit von PROVIEH trägt weitere Früchte. Die deutsche Agrarpolitik befindet sich in Zugzwang, weil das vorbeugende Amputieren der Ringelschwänze gegen geltendes EU-Recht verstößt.
Schweine sind intelligent. Sie merken sich genau, wie Menschen mit ihnen umgehen, können ihren Namen lernen und lassen sich sogar mit diesem einzeln zum Futterplatz rufen. Das bestätigen neue Forschungsergebnisse aus Brasilien und Deutschland.
14.07.2011: In einigen Regionen Deutschlands sind durch die Industrialisierung der Landwirtschaft im Allgemeinen und der Schweinehaltung im Besonderen die Grenzen der Vertretbarkeit längst überschritten, aber die Politiker in Deutschland gebieten keinen Einhalt.
Der Verein „Wir in Aeschach“ begeht sein traditionelles Sommerfest vom 17.-19.06.2011 mit einem fragwürdigen Weltrekordversuch. Auf einer Reihe von hintereinander aufgereihten Grills mit einer Gesamtlänge von ca. 30 Metern sollen Spanferkel für die fleischhungrigen Festbesucher gebraten werden. Dagegen formiert sich scharfer Protest im Internet.
Seit mehr als sieben Jahren kämpft die Bürgerinitiative Haßleben gegen eine Mega-Schweinemastanlage, über deren Genehmigung das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) Brandenburg in Kürze entscheiden wird. PROVIEH ruft auf zum Online-Protest: Fordern Sie den Präsidenten des Landesamtes auf, den Antrag auf Errichtung der Mastfabrik für über 65.000 Schweine endlich abzulehnen.