Zum Thema Tierschutzlabel meldete das Blatt die Kritik, dass die Branche sich nicht in eine riskante und schwer kalkulierbare Abhängigkeit von einer einzigen großen Tierschutzorganisation begeben sollte. Solche Risiken weiß PROVIEH zu vermeiden. Wir arbeiten gerne vertrauensvoll mit Partnerorganisationen zusammen, auch zum Thema Tierschutz-kennzeichnung.
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05.12.2011: Dies ist das Fazit des ökologisch ausgerichteten Forschungs-instituts für biologischen Landbau (FibL) nach der 18. FREILAND-Tagung in Wien, die unter dem Motto "Tiergerecht geht weiter! Neue Wege in der Nutztierhaltung" stand.
In dem Bericht „Gestank, fein maskiert“ verunglimpft der FOCUS die Ebermast und präsentiert die Immunokastration mit dem Impfstoff „Improvac“ als goldene Lösung. Der Beitrag könnte auch als bezahlte Anzeige vom Hersteller durchgehen.
11.02.2011: Dies kündigte Agrarministerin Aigner in einem Interview über das geplante Tierschutzpaket an. Das vor wenigen Tagen bekannt gemachte Tierschutzpaket ist an sich nicht so vielversprechend. Aber zumindest in einem Punkt hat die Landwirtschaftsministerin wohl doch Größeres vor, wie sie in einem Interview gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung am 9.2.2011 durchblicken ließ.
09.02.2011: Die CDU-CSU Fraktion im Bundestag hat im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein Verbot der Brandkennzeichnung von Pferden abgelehnt, weil "der Tierschutz keine Frage von Details, sondern eine fortlaufender Gesamtauftrag" sei. Damit brandmarkt die Union das erst vor zwei Tagen von ihrer eigenen Ministerin vollmundig angekündigte "Tierschutzpaket" als inhaltsleere Mogelpackung.
25.01.2011: In der modernen Tierzucht und -Mast werden Eingriffe an Nutztieren gewohnheitsmäßig durchgeführt. Hennen und Puten kupiert man die Schnäbel und stutzt ihnen die Flügel, damit sie sich nicht gegenseitig verletzen und wegfliegen. Mastferkeln werden die Schwänze kupiert, um ein Anfressen von Schwänzen und Ohren zu verhindern. Aus demselben Grund schleift man ihnen die Eckzähne ab. Männliche Ferkel werden ohne Betäubung kastriert, um den starken Geruch im Fleisch zu unterbinden, der bei einzelnen Tieren auftritt. Kälber werden gewohnheitsmäßig enthornt, um die Unfallgefahr an Tier und Mensch einzuschränken. All diese Maßnahmen haben nur ein Ziel: Das Tier dem modernen Produktionssystem anzupassen.
15.12.2010: Die "Brüsseler Erklärung" zum Ausstieg aus der betäubungslosen chirurgischen Kastration von Ferkeln ist nun offiziell. Wie bereits am 08.12.2010 von PROVIEH im Artikel über die "Aktion Tierwohl" angekündigt, hat sich die von der EU-Kommission koordinierte Plattform mit allen wichtigen Akteuren aus Schweine-erzeugenden Mitgliedsstaaten auf 2018 als Frist zum Umstieg von der Kastraten- auf die Jungebermast geeinigt.
PROVIEH setzt sich auch auf europäischer Ebene für die Abschaffung der Ferkelkastration ein. In zwei europäischen Workshops im Oktober 2009 und im Juni 2010, an denen auch PROVIEH teilnahm, hat sich die EU-Kommission des Themas angenommen. In Anlehnung an die Erklärungen von Noordwijk und Düsseldorf wurde im Juni 2010 beschlossen, eine Erklärung zur Abschaffung der chirurgischen Ferkelkastration auszuarbeiten. PROVIEH wirkte an der Erstellung mit. Das Dokument konnte nach nur drei Sitzungen planmäßig vor Jahresende fertig gestellt werden. Die englische Fassung ist hier im Originalwortlaut dokumentiert.
08.12.2010: Mit Pomp annoncierte Deutschlands drittgrößtes Schlachtunternehmen sein angebliches Engagement für den Tierschutz, das in Wirklichkeit keinerlei zusätzliches Tierwohl beinhaltet.
Auf den ersten Blick sieht die Pressemeldung vom 26. November 2010 beeindruckend aus: Westfleisch will mit der "Aktion Tierwohl" den Landwirten "Stellschrauben für nachhaltige Verbesserungen" der Schweinehaltung aufzeigen. Doch dieses angeblich "praxisnahe Qualitätsprogramm" ist nicht neu.
08.11.2010: McDonald’s gibt endgültigen Ausstieg aus dem Verkauf von Kastratenburgern bekannt.
PROVIEH freut sich über einen wichtigen Etappensieg auf dem Weg zur Abschaffung der Ferkelkastration. Auf Druck durch unsere Kampagne hatten die Fastfood-Ketten McDonald’s und Burger King am 29. Juli 2009 kurz nacheinander bekannt gegeben, dass sie bis spätestens zum 01. Januar 2011 vollständig auf den Einkauf von Kastratenfleisch verzichten wollen (wir berichteten).
05.11.2010: Der Fastfoodriese verpflichtet seine Zulieferer, ganz auf Kastratenfleisch zu verzichten. Auf eine Kampagne von PROVIEH hin hatte das Unternehmen bereits am 29.07.2009 angekündigt, sein Schweinefleisch ab dem 01.01.2011 nur noch von Betrieben zu beziehen, auf denen keine Ferkel mehr kastriert werden.
19.05.2009: Die Kastration per Impfstoff bekommt - nach der Zulassung in der Schweiz im Jahr 2007 - nun auch in der EU grünes Licht.
Derzeit werden in Deutschland jährlich ca. 25 Millionen männliche Ferkel ohne Betäubung kastriert, um den eventuell (bei ca. 5 % der Tiere) auftretenden „Ebergeruch“ von vornherein zu vermeiden. In der EU insgesamt sind es über 100 Millionen Ferkel pro Jahr.
18. Oktober 2010: Bei einer Massenblindverkostung von Ebersalami und konventioneller Salami in der Schweiz bevorzugte die Mehrheit die Salami aus unkastrierten männlichen Schweinen.
22.10.2010: Männliche Mastschweine können ohne die qualvolle Kastration aufgezogen werden. Wie schmackhaft das Fleisch "echter Kerle" ist, davon durften sich Medienvertreter am Donnerstag, dem 21.10.2010 im Szenerestaurant "Gastraum 4 Experiment" in Hamburg auf St. Pauli selbst überzeugen.