03.03.2012 Der Bau industrieller Intensivtierhaltungsanlagen ("Massentierhaltung") stößt auch im Schwarzwald auf entschiedenen Widerstand. Ein breites Bündnis von Anwohnern und Gewerbetreibenen wehrt sich gegen die Errichtung einer Ferkelfabrik, in der pro Jahr über 30.000 Ferkel produziert und mehr als 1.200 Sauen gehalten werden sollen. Die PROVIEH-Regionalgruppe Bad Dürrheim unterstützt die Aufklärungsarbeit durch die örtlichen Bürgerinitiativen. Dafür hat der Fachverband ein zweckgebundenes Spendenkonto eingerichtet.
„Ringelschwanzkasse“ – Vorschlag für einen Solidarfonds zur Umstellung auf die Mast unkupierter Schweine
EU berät: Bald wieder Tiermehl für Schweine und Geflügel?
Erfolgreicher Protest gegen "Schweinepatent" - aber Patentgefahren drohen weiterhin
29.08.2011: Das Kürzen von Ferkelschwänzen ist nach EU-Recht nur ausnahmsweise erlaubt, wenn in den Mastbetrieben Verhaltensstörungen wie Schwanzbeißen und Kannibalismus im Bestand auftraten und durch vorbeugende Maßnahmen nicht wirksam vermieden werden konnten. Doch die Ausnahmeregelung geriet in Deutschland und anderen EU-Ländern zur gängigen Praxis. Dagegen hat PROVIEH im Herbst 2009 bei der EU-Kommission Beschwerde gegen Deutschland eingereicht.
Schweine sind intelligent. Sie merken sich genau, wie Menschen mit ihnen umgehen, können ihren Namen lernen und lassen sich sogar mit diesem einzeln zum Futterplatz rufen. Das bestätigen neue Forschungsergebnisse aus Brasilien und Deutschland.
29.09.2010: Die EU strebt an, dass Schweine und Geflügel künftig wieder tierische Kost in Form von Tiermehl erhalten dürfen. Seit dem 1. Januar 2001 durften sie nur noch Vegetarier sein.
29.04.2010: Die Klage einer großen Koalition aus Nichtregierungsorganisationen führte am 20. April 2010 zur Rücknahme des 2008 erteilten "Schweinepatents".
21.01.2010: Compassion in World Farming (CIWF), die britische Partnerorganisation von PROVIEH, veröffentlichte in Brüssel einen Untersuchungsbericht zu rechtswidrigen und grausamen Zuständen in der europäischen Schweinehaltung. Auch die deutsche Schweineindustrie verstößt massiv gegen geltende EU-Haltungsbestimmungen.
10.12.2009: Mit einer umfangreichen Studie hatte unsere britische Partnerorganisation Compassion in World Farming (CIWF) Ende 2008 auf weitreichende Missstände in fünf wichtigen Schweineerzeugerländern der EU aufmerksam gemacht. Auch in Deutschland wurden auf insgesamt 16 Betrieben Verstöße gegen geltende EU-Tierschutzrichtlinien gefilmt:
02.12.2009: Der jüngste Beschluss der Gesellschafterversammlung von QS, Forschungsprojekte zur Erkennung von Ebergeruch am Schlachtband und zur sensorischen Bewertung von Fleisch finanziell zu unterstützen, ist ein wichtiger weiterer Schritt in Richtung Kastrationsverzicht. PROVIEH begrüßt es, dass damit die Umstellung auf die Mast unkastrierter männlicher Schweine (Ebermast) in Deutschland weiter zügig vorangetrieben werden kann.
10.02.2009: Die Internationale Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN) hat im Herbst 2008 ein Internetportal zur artgemäßen Schweinehaltung ins Netz gestellt.
Dummerstorf (aho) - Mastschweine in der Intensivhaltung führen in der Regel ein ereignis- und bewegungsarmes Leben, oft nur unterbrochen von zwei täglichen Fütterungen. Dabei drängen alle Tiere zum Trog, fressen so schnell sie können und sind darauf bedacht, möglichst nicht von konkurrierenden Artgenossen daran gehindert zu werden. Das erzeugt mitunter heftigen Stress. Ist alles aufgefressen, setzt wieder die übliche Lethargie ein.