21.11.2011: Küken von Legehennen, Mastputen und Moschusenten die Schnabelspitze zu amputieren ist eine besonders barbarische Form der Tierquälerei. Dennoch wird es von den Behörden immer noch geduldet und ist in zahllosen Betrieben der Intensiv-Geflügelhaltung in Deutschland übliche Praxis. PROVIEH will das ändern.
04.11.2010: Endlich soll die absurde, einst wegen der Vogelgrippe angeordnete Stallpflicht für Geflügel aufgehoben werden. Aus einem Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 29. Oktober 2010 geht hervor, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) einen entsprechenden Entwurf zur Änderung der Geflügelpestverordnung ausgearbeitet hat (mehr dazu hier).
Die wilden Puten der Wälder Nordamerikas wurden bereits von den Indianern domestiziert. Eroberer brachten sie aus Ostmexiko nach Europa, wo sie schon seit 1550 in einigen westeuropäischen Ländern nachweisbar sind. Ihr Leben ist seitdem nicht einfacher geworden. Zucht auf extremes Wachstum und artwidrige Haltung in extremen Dichten sind leidvoller Alltag fast aller heutigen Puten.
Unter dem Begriff „Geflügel“ versteht man alle Vögel, die als Nutztiere gezüchtet und gehalten werden. Außerdem Wildvögel, die gezielt zum Verzehr gefangen werden.
In der Intensivtierhaltung werden Fleisch, Eier oder Daunenfedern industriell „produziert“.

Das fordert PROVIEH:
Das sind einige unserer Gründe:
20.07.2011: Die bundeseinheitlichen Eckwerte für die Haltung von Mastuten sind unzureiched und führen in der Praxis zu schwerwiegenden Tierschutzproblemen. So leiden Puten in konventioneller Intensivmast erhebllich unter schmerzhaften Veränderungen der Fußballen. Außerdem wird ihnen routinemäßig der sensible Schnabel gekürzt. PROVIEH beteiligt sich für das Tierschutzbündnis an Verhandlungen mit Branchenvertretern, um durch eine Neuordnung der Haltungsvereinbarungen die Leiden in der Putenmast spürbar zu verringern.
Die Puten sind unser größtes und schwerstes Hausgeflügel. Ein Hahn wiegt 10 bis 14 kg die Henne wiegt 6 bis 8 kg. Besondere Merkmale sind das Radschlagen des Hahns, sein lautes Kollern und dumpfe „Stoßlaute“ während der Balz. Dabei und bei Erregung wird der Fleischzapfen am Oberschnabel stark vergrößert. Der alte Hahn trägt an der Brust einen 10 bis 12 cm langen rosshaarähnlichen schwarzen Haarbüschel. Der Kopf ist unbefiedert mit abwechselnd blauer weißer und roter Haut.