
Fast jeder sechste Mensch hungert. Gleichwohl steigt weltweit der Konsum von Fleisch. Darunter leiden die Böden, das Wasser, die biologische Vielfalt – und das Klima. Wieviel Fleisch darf´s sein? Und wie sähe eine nachhaltige Viehwirtschaft aus in Zeiten von Klimawandel und Ressourcenkrise?
Die Tagung wird von der Evangelischen Akademie Tutzing in Kooperation mit der Selbach-Umwelt-Stiftung und der Schweisfurth-Stiftung durchgeführt. Zahlreiche namhafte Referenten aus dem In- und Ausland nehmen teil, darunter auch Prof. Dr. Sievert Lorenzen, Vorstandsvorsitzender von PROVIEH.
Wie nicht anders zu erwarten, kommen die Agrarkatastrophen in immer kürzeren Abständen. Nach Geflügelpest, Schweine-grippe, Dioxin und EHEC ist jetzt der chronische (viszerale) Botulismus von Milchkühen dran, der schleichend beginnt und tödlich endet.
17.12.2010: Massentierhaltung ist nicht nur tierquälerisch, sie ist auch umwelt- und klimaschädlich. Daran besteht heute überhaupt kein Zweifel mehr. Die Weltagrarorganisation FAO hatte im November 2006 eine viel beachtete Studie über die vielfältigen negativen Auswirkungen der Nutztierhaltung veröffentlicht.
15.12.2010: Die Milchviehwirtschaft ist durch das mehrfache Melken am Tag und die Kälbergeburten besonders arbeitsintensiv. Eine Kuh der modernen Hochleistungsmilchrassen gibt kurz nach der Kalbung so viel Milch, wie sie bequem für vier Kälber reichen würde. Diese Milchmenge nimmt in den Folgemonaten ab, so dass die Kuh schließlich trockengestellt und erneut künstlich besamt wird.
Die Kuh ist der falsche Sündenbock in der Klimadebatte
Autor: Romuald Schaber
Titel: "Blutmilch"
Seiten: 272 Seiten
Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Pattloch Verlag, München
ISBN: 978-3-629-02273-8
Preis: 18,00 Euro
Bauern auf die Barrikaden
Deutsche Milchbauern lassen sich von den Politikern in Brüssel nicht mehr länger an der Nase herumführen. Im Kampf ums Überleben organisieren sich immer mehr im Bundesverband deutscher Milchviehhalter e. V. (BDM).
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Das fordert PROVIEH:
Das sind einige unserer Gründe:
14.01.2008: Die mit der Ausarbeitung von Gesetzesvorschlägen im Agrarsektor betraute Generaldirektion Landwirtschaft der EU-Kommission berief kurzfristig eine Sondersitzung des "Beratenden Ausschusses für Milchwirtschaft" für den 11. Januar in Brüssel ein. Zugelassen waren nur geladene Vertreter gesamteuropäischer Verbände aus Erzeugerkreisen, dem Handel und der verarbeitenden Industrie, nicht aber die Verbraucherseite.
25.09.2009: Die europaweiten Proteste der Milchbauern gegen das unzureichende Krisenmanagement der Kommission halten an, der Lieferstopp wurde aber ausgesetzt.
18.03.2010: Genossenschaften schützen Bauerninteressen nicht ausreichend laut Zwischenbericht zur Sektoruntersuchung Milch.
08.03.2010: Am 3. März hat das Europäische Patentamt in München den Einspruch gegen das Milchkuhpatent abgelehnt. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.
300 Mio. Euro für Milchfonds - Flickwerk statt Perspektive für europäische Milchbauern
20.10.2009: Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel stellte im Rahmen einer Pressekonferenz am 19. Oktober Hilfen in Höhe von 280 Millionen Euro in Aussicht und entsprach damit nahezu den Forderungen von 21 Mitgliedsstaaten. Diese hatten sich für die Einrichtung eines Milchfonds in Höhe von 300 Mio Euro ausgesprochen. Anlass der Pressekonferenz war die Sitzung des Agrarrates in Luxemburg am 19. und 20. Oktober.