08.09.2011: Was macht ein Unternehmen, wenn es unbequeme Veränderungen vermeiden will? Es wälzt die Last der Verantwortung auf andere ab. Der Wiesenhof-Konzern zeigt nach den negativen Medienberichten der jüngsten Zeit wieder einmal, wie gut das funktioniert. Schuld am ganzen Elend in der industriellen Intensiv-Geflügelmast seien die Pächter der Elterntierhaltungen, die Vertragsmäster oder die Greiftrupps der Ausstallkolonnen. Wenn überhaupt, werden Konsequenzen bei den „Fremdfirmen“ und dann auch nur auf Mitarbeiterebene gezogen. Der milliardenschwere Konzern selbst wäscht seine Hände in Unschuld. Der Chef des Broilerimperiums lügt unbeeindruckt in die Fernsehkameras.
He, hallo Wiesenhof-Rechtsabteilung, Verleumdung!
09.05.2011: Wie so oft nach den Wahlen blieb im Koalitionsvertrag nicht viel Konkretes übrig von den Versprechen vor der Wahl. Unklar ist, ob es Verbandsklagerechte für Tierschützer auf Landesebene wie in NRW geben wird.
08.12.2010: Mit Pomp annoncierte Deutschlands drittgrößtes Schlachtunternehmen sein angebliches Engagement für den Tierschutz, das in Wirklichkeit keinerlei zusätzliches Tierwohl beinhaltet.
Auf den ersten Blick sieht die Pressemeldung vom 26. November 2010 beeindruckend aus: Westfleisch will mit der "Aktion Tierwohl" den Landwirten "Stellschrauben für nachhaltige Verbesserungen" der Schweinehaltung aufzeigen. Doch dieses angeblich "praxisnahe Qualitätsprogramm" ist nicht neu.
23.09.2010
Der Nutztierschutz-Fachverband PROVIEH begrüßt die Entscheidung der Stiftung Warentest, beim Testbericht zu Hühnerbrustfilets auch auf Tierschutzkriterien einzugehen.
Am 22.01.10. beriet der EU-Agrarrat über eine EU-Tierschutzetikettierung.
Bereits im Mai 2007 forderte der Ministerrat die Kommission dazu auf, einen umfassenden Bericht zum Thema Tierschutzkennzeichnung zu erarbeiten. Dieser sollte eine eingehende Beschäftigung mit den unterschiedlichen Optionen einer Kennzeichnung ermöglichen. Im Dezember 2007 begann die Kommission dann mit einer Studie zur Durchführbarkeit einer Tierschutzkennzeichnung. Diese Studie wurde im Januar 2009 abgeschlossen und bildet die Basis für den am 28. Oktober 2009 veröffentlichten Bericht der Kommission. Mit diesem wurde die Diskussion um die Tierschutzkennzeichnung auf europäischer Ebene eingeleitet.
Laut einer repräsentativen Umfrage des Allensbach Instituts (Erhebung Nov./Dez. 2008) im Auftrag der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft DLG wollen 79 % der Deutschen eine artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft (vgl. adr-informationen 02/09).
PROVIEH setzt sich dafür ein, dass die Rechte von Verbrauchern gestärkt werden, um Nutztiere besser zu schützen, zum Beispiel durch
PROVIEH verlangt eine Ächtung tierschutz- und verbraucherfeindlicher Praktiken, so zum Beispiel
Heute hat der Bundestag die Entscheidung gefällt: Der sogenannte Tierschutz-TÜV kommt.