Wenn es immer kälter wird und die Bäume und Sträucher ihr Laub abwerfen – ja dann ist sie da, die kalte nahrungsarme Winterzeit. Die Menschen haben sich auf die Zeit des Mangels und der Kälte eingestellt. Wir haben Häuser, in denen Heizungen für eine angenehme Raumtemperatur sorgen, und wenn`s nach draußen gehen soll, ziehen wir warme Mäntel, Jacken, Stiefel, Mützen und Handschuhe an.
PROVIEH lädt alle jugendlichen Mitstreiter aus dem ganzen Bundesgebiet herzlich ein, sich zu "Tierschutztutoren" ausbilden zu lassen und ihr Wissen anschließend an Freunde und Bekannte weiterzugeben. Bitte meldet euch schnell, denn die Zahl der Plätze ist begrenzt.
Wenn du mitmachen möchtest, melde dich bitte unter 0431 - 2 48 28 0 oder unter info@provieh.de.
Tierschutztrainer-Seminar zum Schul-Projektwoche in Wallerfangen (Saarland) plus Bio-Hofführung.
Wer möchte noch teilnehmen? Bitte melden bei info@provieh.de.
29.08.2011: Junge Menschen gehen mit dem Thema Nutztierschutz bewusst und sensibel um. Wenn sie Bilder aus der industriellen Intensivtierhaltung sehen, vergeht ihnen oft genug der Appetit auf Produkte aus dieser Tierhaltung. Sie wünschen sich stattdessen Produkte aus artgemäßer Tierhaltung oder überlegen, auf vegetarische oder gar vegane Kost umzustellen.
„Marion, komm schnell hierher, so etwas Süßes hast Du bestimmt noch nie gesehen!“ Hell klingt die Stimme von Sven über den Bauernhof. „Ja, sofort, ich komme“, antwortet Svens Schwester Marion zurück. Aber vorher hält sie noch das kleine Shetlandpony Molly in ihren Armen.
Hoch oben am Himmel zieht ein Habicht seine Bahn. Der Greifvogel ist sehr hungrig und hält Ausschau nach einer Mahlzeit. Unten auf der Wiese grasen Puttelchen und eine kleine Hühnerschar. Sie sind eifrig damit beschäftigt, kurze Gräser und Insekten auf zu picken. Noch ahnen die Hühner nichts von der Gefahr, die hoch über ihnen auf sie lauert. Die anderen Hühner scharren im angrenzenden Wäldchen. Der kleine Araucanerhahn Unkas nähert sich der Wiese und erstarrt.
Halb flatternd halb laufend erreichte Puttelchen den Hühnerstall. Sie hatte sich verspätet und die Tür zum Stall war schon verschlossen. Was nun? Schnell lief sie zum Pferdestall, schlüpfte durch das Katzenloch und stand vor der Box des kleinen Shetlandponys Molly.“Hallo Molly, darf ich bei dir schlafen?“fragte sie.
Nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder beschäftigt die Frage, ob man Fleisch essen darf oder nicht. Das Kindermagazin GEOlino richtet sich an Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren. In der Januarausgabe 2011 wurde die Frage gestellt, ob wir Menschen komplett auf Fleisch verzichten sollten. Die über 1.000 Zuschriften zeigen deutlich, dass sich auch unsere Kinder intensiv mit dieser Frage beschäftigen. Das Ergebnis der Umfrage ist ein Kompromiss: Die meisten Kinder wollen keine Vegetarier werden, aber sie sind dafür, weniger Fleisch zu essen - und wenn, dann Bio-Fleisch.

Es war früh am Morgen. In den Hühnerstall fiel das erste fahle Licht. Puttelchen saß auf ihrer Stange und riss erschrocken die Augen auf. Da war er wieder gewesen, der schreckliche Alptraum. Sie hatte in dem kleinen Drahtkäfig gehockt und in die trüben hoffnungslosen Augen ihrer Mitgefangenen gesehen. Wie froh war sie nun, dass es nur ein Traum war. Neben ihr auf der Hühnerstange saßen zwei wunderschöne Hennen. Sie gehörten zu der Rasse der Ostfriesischen Möwen.
Unkas, der kleine Araucanerhahn stolzierte majestätisch über den Hof. Seine Vorfahren kamen aus Südamerika. Er war etwa so groß wie eine Junghenne und konnte ohne weiteres ein paar Meter richtig fliegen.
Puttelchen schläft, ihre Küken liegen verstreut um sie herum. Die Kleinen sind jetzt schon acht Wochen alt und damit fast selbstständig. Puttelchen schläft auf einer blau gestrichenen alten Gartenbank und die Sonne wärmt sanft ihr Gefieder. Auf einmal wird sie von einem leisen Geräusch geweckt. Es ist Luigi, der sich neben sie setzt. Sein prächtiges buntes Gefieder glänzt wie gelackt. „Luigi Du bist der schönste Hahn auf der Welt „ sagt Puttelchen und sieht ihn liebevoll an. Sie ist am Ziel.
„Wie gefällt dir diese Stelle?“ Hoffnungsvoll schaute Luigi, der stolze Hahn, die kleine Henne an. Er hatte ihr nun schon etliche Nistplätze gezeigt, aber Puttelchen war sehr wählerisch und hatte immer wieder abgelehnt. Diese Mal aber leuchteten ihre Augen auf. „Das ist genau die richtige Stelle, Luigi. Hier werde ich meine Eier ausbrüten.“
Endlich war der lange kalte Winter vorüber. Es war sehr früh am Morgen. Puttelchen erlebte zum ersten Mal das Erwachen der Natur. Die Luft duftete nach Frühling. Überall sprossen die zartgrünen Spitzen der ersten Frühlingsblumen aus der schwarzen Erde. Draußen war es noch dämmerig, als Luigi, der kühne Hahn, und seine Hühnerschar sich zu einem kleinen Wäldchen aufmachten, um frisches Gras, würzige Kräuter und fette Regenwürmer zu suchen.
Es war eine sternenklare, kalte Nacht. Im Hühnerstall aber war es wohlig warm. Auf dem Boden lag eine dicke Schicht duftenden Heus. Die Fressnäpfe waren mit goldgelbem Mais und prallen Weizenkörnern gefüllt.