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Schlachten

Und es geht doch weiter – das betäubungslose Schlachten

Lamm_415418_web_R_K_by_Silke_Schellenberger_pixelio.de22.12.2011: In den Niederlanden ist vor kurzem ein Gesetzesvorschlag zum Verbot über jegliche Ausnahmeregelungen zum betäubungslosen Schlachten abgelehnt worden. Gegner sahen die Religionsfreiheit von Juden und Moslems bedroht. Mit dieser Entscheidung stehen die Niederlande nicht alleine da – auch in Deutschland kann das Tierschutzgesetz zu Religionszwecken in Ausnahmefällen übergangen werden.

Erstes Strafverfahren zum Schächten

"Aktion Tierwohl" von Westfleisch – Augenwischerei

08.12.2010: Mit Pomp annoncierte Deutschlands drittgrößtes Schlachtunternehmen sein angebliches Engagement für den Tierschutz, das in Wirklichkeit keinerlei zusätzliches Tierwohl beinhaltet.

Auf den ersten Blick sieht die Pressemeldung vom 26. November 2010 beeindruckend aus: Westfleisch will mit der "Aktion Tierwohl" den Landwirten "Stellschrauben für nachhaltige Verbesserungen" der Schweinehaltung aufzeigen. Doch dieses angeblich "praxisnahe Qualitätsprogramm" ist nicht neu.

Schlachten grundsätzlich nur unter Betäubung

Nach dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG - 1 BvR 1702/09) vom 26.9.2009 im Rahmen einer Verfassungsbeschwerde des hessischen muslimischen Metzgers Herrn A… ist die Diskussion unter Tierschützern um das religiöse Schlachten (Schächten) in Deutschland wieder aufgeflammt. PROVIEH fordert, dass bei jeder Tötung und Schlachtung das Leid für das Schlachttier bestmöglich zu verringern sei. Dazu gehört auch die zuverlässige Betäubung des Tieres vor dem Schlachten, ob konventionell oder nach religiösen Vorgaben.

Neue EU-Schlachtverordnung enttäuschend

Es kam zwar nicht so schlimm, wie vom Europäischen Parlament vorgeschlagen; aber echter Tierschutz zum Zeitpunkt der Schlachtung sieht anders aus.

PM-Schlachtrichtlinie-19.09.2008

Pressemitteilung

 

 

EU-Kommissionsvorschlag zur neuen Schlachtrichtlinie enttäuschend

 

PROVIEH - für eine schonende Schlachtung


PROVIEH setzt sich dafür ein, dass Transport und Tod von Nutztieren so schonend wie möglich geschehen.

  • Generelle Betäubungspflicht für alle Schlachtmethoden
  • Kurze Transportwege durch dezentralisierte Schlachthöfe
  • Weiterentwicklung tierschonender Betäubungs- und Schlachtmethoden

PROVIEH verlangt ein Ende von Leid bringenden Ausnahmeregelungen und Subventionen, so zum Beispiel

Schächten: Verwaltungspraxis vereinheitlichen!

Das Schächt-Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Januar ließ Muslime jubeln und Tierschützer gruseln. Denn von der Exekutive wurde es dahingehend ausgelegt, dass das Schächten in der Regel zu genehmigen ist (vgl. auch Rundbrief 2/02, Interview mit Dr. Caspar). Nun aber hat der Tierschutz Verfassungsrang, und so hat sich der Arbeitskreis "Juristen für Tierrechte" im Juni in Kassel getroffen, um über die Auswirkungen der Verfassungsänderung und das weitere Vorgehen in der Schächtfrage zu diskutieren.

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