10.01.2012: Gesunde Tiere durch gesunde Haltung - nur so lassen sich der ausufernde Einsatz von Antibiotika und qualvolle Lebensbedingungen für Millionen Nutztiere wirksam bekämpfen. Die Zeit zum Handeln drängt. Doch um möglichst schnell viele Landwirte für eine tiergerechtere, weniger intensive Nutztierhaltung zu gewinnen, muss die Gesellschaft ihnen einen Lastenausgleich zugestehen. Mit Hilfe eines "Extensivierungsbonus" ließen sich kurzfristig die politische Weichen dafür stellen, so der Vorschlag des Nutztierschutz-Fachverbands PROVIEH. Die Forderung "Faire Preise für faire Haltung" findet auch bei zahlreichen veränderungsbereiten Landwirten ein positives Echo.
31.05.2011 Es gibt keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen übermäßigem Antibiotikaeinsatz in der industriellen Intensivtierhaltung ("Massentierhaltung") und den aktuellen Erkrankungen durch EHEC. Bei EHEC-Erkrankungen werden keine Antibiotika eingesetzt, um eine zusätzliche Gefährdung der erkrankten Personen zu vermeiden. Ein mittelbarer Zusammenhang muss dagegen ernsthaft geprüft werden, so der Kieler Zoologe Prof. Sievert Lorenzen.
05.01.2011: Tausende Tiere wurden bereits vernichtet, etliche landwirtschaftliche Betriebe vorübergehend dichtgemacht, die wahren Konsequenzen aus dem jüngsten Skandal um Dioxin in Tierfutter lassen aber noch auf sich warten. PROVIEH setzt sich für eine umfassende Produkthaftung bei der Futtermittelherstellung ein und erwartet vom Gesetzgeber die Einführung lückenloser Kontrollen. "Weil in der Tierfutterproduktion bislang nur stichprobenweise auf Gifte wie Dioxin untersucht wird, stellen Skandale wie dieser lediglich die Spitze des Eisbergs dar.", so Stefan Johnigk, Geschäftsführer von PROVIEH. "Billige Futtermittel kommen uns letztlich teuer zu stehen."
08.03.2010: Trotz Risiken und trotz der Verfügbarkeit gleichwertiger konventioneller Alternativen gibt die Kommission weitere Gentech-Sorten zum Anbau und Import frei. Künftig soll es noch schneller gehen.
17.08.09: Das von der Bundesregierung eingeführte neue Siegel ist freiwillig - ein richtiger erster Schritt, der aber zu kurz greift. Bisher müssen nur Lebensmittel mit GVO-Zutaten über 0,9 % als „Mit Gentechnik“ gekennzeichnet werden. Erzeugnisse von mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefütterten Tieren wie Eier, Milch und Fleisch brauchen dagegen kein Etikett.
PROVIEH setzt sich dafür ein, dass die Rechte von Verbrauchern gestärkt werden, um Nutztiere besser zu schützen, zum Beispiel durch
PROVIEH verlangt eine Ächtung tierschutz- und verbraucherfeindlicher Praktiken, so zum Beispiel
Der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat entschieden, dass die Finanzierung der Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH (CMA) und die Finanzierung der Marktforschung der Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) verfassungswidrig ist.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verkündete am 13. März stolz per Pressemitteilung, dass die deutschen Nahrungsmittelausfuhren trotz der Krise kräftig gestiegen seien.
Das sieht allerdings nur auf den ersten Blick wie eine gute Nachricht aus. Denn die grausame Wirklichkeit dahinter ist Billigproduktion aus tierquälerischer Massentierhaltung, die mit Steuergeldern via EU-Agrarpolitik gefördert wird.
Wie kann tierquälerische Massentierhaltung verhindert werden?
Wer einen ungefilterten Einblick in die heute übliche Intensivtierhaltung bekommt, wird entweder traurig oder wütend. Viele Menschen verdrängen das schnell wieder. Sie machen weiter wie bisher, denn der Wurst auf dem Teller kann man ja nicht ansehen, wie das Schwein im Stall gehalten wurde.
Wer das Elend nicht länger in Kauf nehmen will, sucht irgendwann nach Möglichkeiten für eigene Aktivitäten. Die können sehr unterschiedlich sein, je nach Lebenslage, Erfahrungen und Ressourcen. Doch jeder Mensch kann auf seine ganz persönliche Weise dazu beitragen, dass es den Tieren in der Landwirtschaft besser ergeht.
Nachhaltig konsumieren und leben ist heute schon möglich und, wenn man richtig rechnet, spart man sogar Geld", sagt Marlehn Thieme vom Rat für Nachhaltige Entwicklung. Wie das geht, zeigt eine neue Broschüre mit dem Titel "Der Nachhaltige Warenkorb aktuell".
Die EU-Kommission verabschiedete am 20.11.2006 den Vorschlag (Download-pdf, 563 KB), die Herstellung, Vermarktung sowie Ein- und Ausfuhr von Katzen- und Hundefellen und von Produkten, die solche Felle enthalten, für die EU in jeder Form zu untersagen.
PROVIEH setzt sich für eine artgemäße und den tierischen, menschlichen und Umweltbedürfnissen gleichermaßen gerechte Fütterung ein, zum Beispiel durch