16.07.2001: Als betroffene Rinderhalterin möchte ich Ihnen heute einen kleinen Einblick geben in unsere Betrachtungsweise des politischen Umgehens mit BSE und MKS. Nach wie vor werden diese beiden Erkrankungen von der Politik genutzt, um den Menschen langsam aber stetig das Bewusstsein näher zu bringen, dass Tiere Produktionsmittel sind, die man bei Nichtgefallen=Überproduktion unschädlich beseitigen kann.
Als aktiver Mitstreiter von PROVIEH engagiert sich Herr Professor Dr. Sievert Lorenzen im Arbeitskreis Tierseuchenpolitik.
Lesen Sie hier seinen am 8. Januar 2004 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erschienenden, höchst interessanten Beitrag zum ersten BSE-Fall in den USA:
BSE-Testalter in Deutschland auf 30 Monate angehoben: Seit dem 27. Juni 2006 müssen in Deutschland Schlachtrinder erst ab einem Alter von 30 Monaten routinemäßig auf BSE getestet werden. Das teilte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit. Die Anhebung des Testalters beruht auf einer aktuellen wissenschaftlichen Risikobewertung, die ergab, dass mit der Erhöhung des Testalters keine erhöhte Gefahrenlage verbunden ist.
Derzeitige Angaben auf dem Rindfleischetikett:
2. Geboren in: sagt aus, in welchem Staat (nicht Bundesland oder Region) das Tier geboren wurde.
Wie das brandenburgische Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV) berichtet, hat die Agrarministerkonferenz der Bundesländer eine Vorlage des Landes Brandenburg zur Änderung bei den BSE-Schutzmaßnahmen angenommen. Demnach gehört die EU-weit vorgeschriebene Kohortentötung auf den Prüfstand. Die Bundesländer fordern die Bundesregierung auf, auf Änderungen der EU-Reglungen hinzuwirken.