Auf der Internationalen Grünen Woche im Januar 2011 lenkten baden-württembergische Bauern die Aufmerksamkeit auf die älteste noch existierende Rinderrasse ihrer Heimat, das Limpurger Rind. Es wurde von der „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.“ (GEH) zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2011 gewählt. Mit dieser Wahl wird jährlich auf den drohenden Verlust der Vielfalt in der Landwirtschaft aufmerksam gemacht.
Das Leben auf dem Campo Grande - ein Schotte lebt auf einer Farm in Italien mit Ziegen und Eseln im Einklang mit der Natur.
Vor gut vier Jahren entschied sich der gebürtige Schotte Sebastian Rundy aus seinem stressigen Business-Leben auszusteigen. Ein Freund erzählte ihm damals von einer Farm, dem „Campo Grande“ in Umbrien in der Nähe von Città della Pieve. Kurzerhand stand für ihn fest, die Zukunft auf einer Farm in Umbrien verbringen zu wollen. Rundy verkaufte seine gut gehende Firma in der Schweiz und verschenkte alles was materiellen Wert hatte, um noch einmal ganz von vorne anzufangen. Nur begleitet von seinem treuen Freund, dem Hund Tifou, war er zwei Tage später bereits in Italien, um die Farm zu übernehmen.
Die Save ist der wasserreichste Zufluss zur Donau. In den Ostalpen entspringend, schlängelt sie sich durch Slowenien, Kroatien, Bosnien und Serbien bis sie in Belgrad in die Donau mündet. Auf halber Strecke, rund 100 Kilometer südöstlich von Zagreb, liegen die einzigartigen Save-Auen, eine der letzten zusammenhängenden Flusslandschaften in Europa. Trotz groß angelegter Trockenlegungsprojekte seit den 1970er Jahren konnten von ehemals 7.000 km² immerhin 1.000 km² Überschwemmungsflächen bewahrt werden.
Gänse gab es in Ostfriesland schon vor 2000 Jahren. Bereits damals waren die Vögel optimal an das raue Küstenklima angepasst. Der Legende nach war das Federkleid der Tiere früher grau und wurde erst durch die Paarung mit einem Schwan bei den Nachkommen rein weiß.
Das Deutsche Lachshuhn hat französische Ahnen. Alte Landhühner aus dem französischen Dorf
Faverolles bildeten den Ursprung für die Zucht einer neuen Rasse. Diese wurde nach ihrem Herkunftsort zunächst als das „Faverolles-Huhn“ bekannt.
Autoren: Dr. Dr. Kai Fröhlich und Susanne Kopte
Titel: Alte Nutztierrassen - Selten und schützenswert
Verlag: CADMOS, 80 S., 2010
ISBN: 978-3-86127-679-1
Preis: 10,95€
Alte Nutztierrassen gelten gemeinhin als robust und widerstandsfähig. Doch viele von ihnen sind bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Sie wurden in der heutigen Landwirtschaft von wenigen, auf extreme Leistung gezüchteten Rassen verdrängt. Welche Folgen kann dies möglicherweise für die Zukunft haben? Warum ist es wichtig, genetische Ressourcen, die in der modernen Tierzucht immer mehr eingeschränkt werden, zu erhalten?
Einfarbig rote Rinder (Rotvieh) waren im 18. und 19. Jahrhundert in ganz Europa und Vorderasien
verbreitet bis hinein in die Türkei und in die Steppen Russlands (1), doch ihr Niedergang begann schon am Ende des 19. Jahrhunderts. Gab es in Deutschland 1896 noch 134.266 rote Rinder (5,6 Prozent des deutschen Rinderbestandes), so war der Bestand nur 40 Jahre später auf 44.000 Tiere geschrumpft. Im Jahre 1941 wurde das Rote Höhenvieh der Mittelgebirge und das Angler Rinder des Nordens als Deutsches Rotvieh bezeichnet. Die Rasse umfasste 1950 noch ein Prozent des gesamten deutschen Rinderbestandes (2; 5).
Den Namen „Totleger“ brachte dieser Hühnerrasse ihr Fleiß im Eierlegen ein: Man sprach davon, dass sich diese Tiere schier „zu Tode legen“.
Autor: Alderson, Lawrence 
Titel: Rasse statt Masse. Ein Plädoyer für den Schutz alter Nutztierrassen
Verlag/Hrsg.: Gerstenberg Verlag, 2000
ISBN: 3-8067-2081-9
Seiten: 144
Inhalt: Genauso gut hätte das Buch wohl "Klasse statt Masse" heißen können, da es sich aber auf die Klasse alter Haustierrassen konzentriert, heißt es eben "Rasse statt Masse".
Das DIN A 4 große Buch ist bebildert mit 114 Farb-Fotografien von Robert Dowling, der die Vertreter alter europäischer Nutztierrassen als individuelle Persönlichkeiten voller Charme porträtiert.
Das Ramelsloher Huhn war einst ein bedeutendes Nutztier in Deutschland. In Schriftwerken der Jahrhundertwende 1800/1900 wird es wegen seiner Bedeutung besonders hervorgehoben. Es hat sich für unsere Vorfahren folglich um eine Nutztierzüchtung gehandelt, die zur damaligen Zeit außergewöhnliche Eigenschaften hatte und deswegen geschätzt wurde.

Auf kurzen Beinen watschelt eine ungewöhnlich gelbe Ente durch ihr Gehege im Tierpark Arche Warder. Die Orpington Ente ist eine klassische Landente mit langem und breitem Körper, der aufgrund der kurzen Beine wie „tiefergelegt” wirkt – ein typisches Kennzeichen der alten Landentenrassen.
Die Diepholzer Gans stammt aus der Grafschaft Diepholz im Norden Deutschlands. Noch bis zum Zweiten Weltkrieg trieben die Diepholzer im Frühjahr ihre Gänse zu Tausenden auf die gemeindeeigenen Feuchtwiesen. Im Herbst wurde das Federvieh zusammengetrieben und mit Hafer- und Gerstenschrot in einfach eingerichteten, offenen Ställen gemästet und schließlich als hoch geschätzter Weihnachtsbraten verkauft.
Die Girgentana-Ziegen Siziliens sind ein Beispiel für den besonders raschen Verfall einer einst hochgeschätzten Rasse. Durch die Konkurrenz von Hochleistungsrassen schrumpfte der Bestand dieser prächtigen Ziegen innerhalb weniger Jahre auf nur noch 200 Tiere. Beim Anblick der Girgentana-Ziegen fühlt man sich wie in eine andere Zeit versetzt. Sieht man diese weißen Ziegen mit den bis zu 50 Zentimeter langen, gedrechselten Hörnern über die Weiden stolzieren, denkt man unwillkürlich an Einhörner.
Das Hinterwälder Rind gilt als besonders rein erhaltener Teil des alten badischen Landviehs. Die bereits in älteren Rassenbeschreibungen verwendete Bezeichnung "Keltenrind" weist auf die lange Geschichte dieser Rinderrasse hin.
Eine züchterische Kostbarkeit wird durch Erneuerung der Zucht vor dem Aussterben bewahrt: Das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind (DSN)