Drecksau? Armes Schwein? Glücksschwein? Schnitzel? Wurst? Speck? Sowohl im menschlichen Sprachgebrauch als auch auf unseren Tellern sind Schweine allgegenwärtig. Das Schimpfwort „Dreckschwein“ hält sich hartnäckig, aber es wird den sauberen und intelligenten Tieren nicht gerecht. Im Gegenteil.
Jahr für Jahr werden in Deutschland über 20 Millionen Ferkel kastriert, fast ausnahmslos ohne Betäubung und bei vollem Bewusstsein.
PROVIEH setzt sich dafür ein, ganz auf die Kastration zu verzichten und stattdessen unkastrierte männliche Schweine (Jungeber) zu mästen.
Wir befinden uns im Jahre 2010 n.Chr.. Ganz Deutschland ist von der Geflügelindustrie besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Eine wachsende Schar unbeugsamer Hühnerfreunde hört nicht auf, den Hühnerbaronen und ihrem Gefolge Widerstand zu leisten. Angespornt von der Sehnsucht nach echten Bauernhähnen, kümmern sie sich nun selbst ums Hühnerglück. "Adieu, Turbohühner!" ist ihr Schlachtruf.
Das Turbohuhn

Liebe Interessierte an einer neuen Agrarpolitik,
Höfesterben, Lebensmittelskandale, Welthunger, Spekulation mit Acker und Lebensmitteln, Überdüngung, Agrarindustrie, Gentechnik, patentierte Schweine und Monokultur auf den Feldern – ist das die Landwirtschaft, die wir unter anderem mit unseren Steuergeldern fördern wollen?
03.03.2012 Der Bau industrieller Intensivtierhaltungsanlagen ("Massentierhaltung") stößt auch im Schwarzwald auf entschiedenen Widerstand. Ein breites Bündnis von Anwohnern und Gewerbetreibenen wehrt sich gegen die Errichtung einer Ferkelfabrik, in der pro Jahr über 30.000 Ferkel produziert und mehr als 1.200 Sauen gehalten werden sollen. Die PROVIEH-Regionalgruppe Bad Dürrheim unterstützt die Aufklärungsarbeit durch die örtlichen Bürgerinitiativen. Dafür hat der Fachverband ein zweckgebundenes Spendenkonto eingerichtet.
29.08.2011: In einer gigantischen Zuchtanlage des niederländischen Investors Adrian Straathof sollen bei Alt-Tellin (Mecklenburg-Vorpommern) 10.500 Sauen rund 250.000 Ferkel pro Jahr gebären. Seite an Seite mit Tierschutzorganisationen und Umweltschützern kämpft eine Bürgerinitiative gegen das Bauvorhaben. PROVIEH unterstützt sie von Anfang an. Am Samstag, dem 27. August 2011, versammelten sich rund 300 Menschen zur bisher größten Kundgebung vor dem Bauplatz.
Bisher dürfen Sauen in Deutschland wie in den meisten EU-Ländern fast ihr gesamtes Leben lang in Kastenständen eingesperrt und auf nackten Böden ohne Einstreu gehalten werden. In diesen in engen Metallkäfigen können sie sich nicht einmal umdrehen. Das gleiche gilt für die so genannten „Abferkelbuchten mit Ferkelschutzbügel“, in denen die Sauen in der Regel vier bis fünf Wochen verbringen.
Zum Thema Tierschutzlabel meldete das Blatt die Kritik, dass die Branche sich nicht in eine riskante und schwer kalkulierbare Abhängigkeit von einer einzigen großen Tierschutzorganisation begeben sollte. Solche Risiken weiß PROVIEH zu vermeiden. Wir arbeiten gerne vertrauensvoll mit Partnerorganisationen zusammen, auch zum Thema Tierschutz-kennzeichnung.
21.11.2011: Küken von Legehennen, Mastputen und Moschusenten die Schnabelspitze zu amputieren ist eine besonders barbarische Form der Tierquälerei. Dennoch wird es von den Behörden immer noch geduldet und ist in zahllosen Betrieben der Intensiv-Geflügelhaltung in Deutschland übliche Praxis. PROVIEH will das ändern.
18.05.2011: Die Kampagnenarbeit von PROVIEH trägt weitere Früchte. Die deutsche Agrarpolitik befindet sich in Zugzwang, weil das vorbeugende Amputieren der Ringelschwänze gegen geltendes EU-Recht verstößt.
08.09.2011: Was macht ein Unternehmen, wenn es unbequeme Veränderungen vermeiden will? Es wälzt die Last der Verantwortung auf andere ab. Der Wiesenhof-Konzern zeigt nach den negativen Medienberichten der jüngsten Zeit wieder einmal, wie gut das funktioniert. Schuld am ganzen Elend in der industriellen Intensiv-Geflügelmast seien die Pächter der Elterntierhaltungen, die Vertragsmäster oder die Greiftrupps der Ausstallkolonnen. Wenn überhaupt, werden Konsequenzen bei den „Fremdfirmen“ und dann auch nur auf Mitarbeiterebene gezogen. Der milliardenschwere Konzern selbst wäscht seine Hände in Unschuld. Der Chef des Broilerimperiums lügt unbeeindruckt in die Fernsehkameras.
He, hallo Wiesenhof-Rechtsabteilung, Verleumdung!
Seit mehr als sieben Jahren kämpft die Bürgerinitiative Haßleben gegen eine Mega-Schweinemastanlage, über deren Genehmigung das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) Brandenburg in Kürze entscheiden wird. PROVIEH ruft auf zum Online-Protest: Fordern Sie den Präsidenten des Landesamtes auf, den Antrag auf Errichtung der Mastfabrik für über 65.000 Schweine endlich abzulehnen.
Die industrielle Intensiv-Tierhaltung lebt davon, Tag für Tag den größtmöglichen Ertrag aus den Tieren heraus zu schinden. Das führt zu einer Tierquälerei in gigantischen Ausmaßen, wie es mittlerweile fast wöchentlich aus den Medien zu erfahren ist. Immer mehr Menschen wenden sich mit Abscheu von der „Massentierhaltung“ und ihren Produkten ab.
Viele Tausend haben sich in über 120 Bürgerinitiativen gegen den Bau neuer Tierfabriken dem bundesweiten Netzwerk „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ angeschlossen. Im Januar 2011 demonstrierten im eisigen Berlin rund 22.000 aufgebrachte Menschen, dass sie die deutsche Agrarindustriepolitik gründlich satt haben. 467 deutsche Professorinnen und Professoren appellieren gemeinsam an die Politik, aus der Massentierhaltung auszusteigen und auf eine sozial verträgliche, die Mitwelt schonende Landwirtschaft umzustellen. Über 25.800 Personen haben sich diesem Appell bereits angeschlossen. Und für einen europaweiten Wandel in der Landwirtschaft kämpfen 28 Verbände und Organisationen in der neuen Kampagne „Meine Landwirtschaft – unsere Wahl“. Umweltschutzverbände, Entwicklungshilfegruppen, Verbraucher, Bauern und Handel stehen
Seite an Seite mit Nutztierschützern wie PROVIEH: Der Widerstand wächst spürbar, und er wächst zusammen.
Nun gilt es, ein Zeichen zu setzen, das diese Bewegung noch besser sichtbar macht und so bekannt werden kann wie die lachende Sonne der Anti-AKW-Bewegung.

29.10.2010: Die gemeinsame Arbeit mit Bürgerinitiativen, Tier- und Umweltschützern für eine zukunftsfähige, artgerechte und nachhaltige Nutztierhaltung in bäuerlicher Landwirtschaft trägt Früchte. PROVIEH ist Mitbegründer des Netzwerks "Bauernhöfe statt Agrarfabriken". Es handelt sich dabei um einen im Herbst 2009 entstandenen bundesweiten Zusammenschluss aus Bürgerinitiativen gegen industrielle Tierhaltungsanlagen, Verbänden aus Umwelt- und Tierschutz, Vertretern aus dem kirchlichen Bereich und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).
05.11.2010: Der Fastfoodriese verpflichtet seine Zulieferer, ganz auf Kastratenfleisch zu verzichten. Auf eine Kampagne von PROVIEH hin hatte das Unternehmen bereits am 29.07.2009 angekündigt, sein Schweinefleisch ab dem 01.01.2011 nur noch von Betrieben zu beziehen, auf denen keine Ferkel mehr kastriert werden.