25.11.2011: Die Honigbiene (Apis mellifera) gilt nach Rind und Schwein als das drittwichtigste Nutztier des Menschen.
Reform der europäischen Agrarpolitik - die Richtung stimmt, aber die Pläne greifen zu kurz
Die Debatte um die künftige Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hat an Fahrt aufgenommen, seit die EU-Kommission ihren Vorschlag am 12. Oktober 2011 offiziell vorstellte. Greifen soll die neue Agrarpolitik ab der nächsten siebenjährigen Finanzplanungsperiode (2014 - 2020).

Liebe Interessierte an einer neuen Agrarpolitik,
Höfesterben, Lebensmittelskandale, Welthunger, Spekulation mit Acker und Lebensmitteln, Überdüngung, Agrarindustrie, Gentechnik, patentierte Schweine und Monokultur auf den Feldern – ist das die Landwirtschaft, die wir unter anderem mit unseren Steuergeldern fördern wollen?
30.09.2011: Die Fleischproduktion in den EU-Ländern nimmt zu. Masttiere müssen immer schneller immer höhere Schlachtgewichte erreichen. Dafür benötigen sie immer mehr Futter mit immer mehr Eiweiß: Um ein Kilo Schweinefleisch aus Intensivmast zu erzeugen, werden heute 3,3 Kilo Mais und 1,2 Kilo Sojamehl benötigt.
Die meisten Menschen in der EU wollen keine tierischen Produkte, die von Klonen, Klonnachkommen oder unbetäubt geschlachteten Tieren stammen. Doch Kommission und Ministerrat der EU respektieren diesen Willen nicht und verhindern gesetzliche Verbote. Selbst eine Kennzeichnung dieser Produkte lehnen sie ab. Sie wollen Intransparenz, doch der Widerstand gegen die mangelnde Entscheidungsfreiheit für Verbraucherinnen und Verbraucher wächst.
18.10.2011: Der am Mittwoch, dem 12. Oktober 2011 in Brüssel von der EU-Kommission vorgestellte Reformvorschlag für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2013 sieht keine Unterstützung für Bauern vor, die höhere Tierschutzstandards einhalten wollen.
18.05.2011: Fleischexporte aus der Europäischen Union (EU) behindern die Agrarentwicklung in den sogenannten Entwicklungsländern und bedrohen dort das Leben und die Gesundheit der Menschen. In seiner Lobby- und Förderarbeit setzt sich der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) seit seiner Gründung 1999 für die Beendigung dieser Fehlentwicklung ein. Er fördert weltweit zahlreiche Entwicklungsprojekte und -programme (ca.
26.05.2011: Am 11. Mai 2011 veröffentlichte das Bundeslandwirtschaftsministerium einen agrarpolitischen Bericht für die Jahre 2007 bis 2011. Anstatt die Weichen für eine bessere Agrarpolitik zu stellen, bietet der Bericht wenig Neues in Sachen Tier- und Umweltschutz.
EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos muss bis Juni 2011 einen Gesetzesvorschlag für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU nach 2013 ausarbeiten. Seit seinem Amtsantritt Anfang 2010 bemüht er sich, Forderungen aus der Bevölkerung und von Nichtregierungsorganisationen wie PROVIEH nach mehr Umwelt- und Tierschutz dabei zu berücksichtigen (siehe Heft 3/2010). Die Agrarindustrielobby und viele Mitgliedsländer, darunter die Bundesregierung, wettern dagegen. Es geht aber um die Glaubwürdigkeit und das Überleben der GAP, die einige inzwischen sogar für überflüssig halten.
Wenn man Sie fragen würde, wofür Sie Ihre Steuergelder in der EU-Agrarpolitik ausgeben wollen – was würden Sie antworten? Möchten Sie eine Agrarindustrie subventionieren, die scheinbar billig produziert, dabei jedoch sämtliche Folgen für die Tiere, das Klima und die Umwelt ignoriert? Oder möchten Sie Ihr Geld lieber für das Recht und das Wohl der Tiere einsetzen? Für eine artgemäße Haltung, eine ökologische Landwirtschaft und damit für gesunde und hochwertige Lebensmittel? 2011 entscheidet sich, wie die Landwirtschaft von morgen aussehen soll. Sie haben die Wahl – entscheiden Sie mit!
Unter dieses Motto stellt EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos seinen Aufruf zur Teilnahme an einer Online-Konsultation über die Wünsche bezüglich der Agrarpolitik ab 2014.
03.07.2009: Es kam zwar nicht so schlimm, wie vom Europäischen Parlament vorgeschlagen; aber echter Tierschutz zum Zeitpunkt der Schlachtung sieht anders aus.
18.03.2009: Am 18. März 2009 lud die Organisation Via Campesina zu einem strategischen Workshop in die Räumlichkeiten ihrer Brüsseler Vertretung ein. Ziel war die Fortsetzung eines erfolgreichen Treffens des letzten Jahres in Paris, an dem zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NRO) teilgenommen hatten.
17.03.2009: Die Zukunft der Landwirtschaft liegt in einem radikalen und systematischen Wandel der Agrarpolitik. Dies ist die Kernaussage des am 17. März 2009 im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Europäischen Parlament vorgestellten Weltagrarberichts des Weltagrarrates IAASTD (Assessement of Agriculture, Science, Technology and Development).