Wenn man Sie fragen würde, wofür Sie Ihre Steuergelder in der EU-Agrarpolitik ausgeben wollen – was würden Sie antworten? Möchten Sie eine Agrarindustrie subventionieren, die scheinbar billig produziert, dabei jedoch sämtliche Folgen für die Tiere, das Klima und die Umwelt ignoriert? Oder möchten Sie Ihr Geld lieber für das Recht und das Wohl der Tiere einsetzen? Für eine artgemäße Haltung, eine ökologische Landwirtschaft und damit für gesunde und hochwertige Lebensmittel? 2011 entscheidet sich, wie die Landwirtschaft von morgen aussehen soll. Sie haben die Wahl – entscheiden Sie mit!
Deutsche Agrarwirtschaft sträubt sich gegen Transparenz bei EU-SubventionenAm 30. April um Mitternacht lief eine Frist ab, auf die Deutschland nicht reagiert hat.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verkündete am 13. März stolz per Pressemitteilung, dass die deutschen Nahrungsmittelausfuhren trotz der Krise kräftig gestiegen seien.
Das sieht allerdings nur auf den ersten Blick wie eine gute Nachricht aus. Denn die grausame Wirklichkeit dahinter ist Billigproduktion aus tierquälerischer Massentierhaltung, die mit Steuergeldern via EU-Agrarpolitik gefördert wird.
10.03.2009: Seit dem 23. Januar 2009 subventioniert die Europäische Kommission wieder den Export von Milchprodukten mit Steuergeldern. Dadurch können exportorientierte Molkereien und Lebensmittelkonzerne ihre Produkte weltweit zu Dumpingpreisen anbieten, die deutlich unter den Produktionskosten in Europa und den Zielländern liegen.
EU-Kommission auf Schlingerkurs
14.01.2009: 2008 war ein heisses Jahr für die Milchwirtschaft in Europa: Nachdem die Milcherzeuger 2007 durch steigende Nachfrage und Exporte - vor allem nach China - erstmals seit Jahren wieder Geld zu verdienen begannen, fielen die Erzeugerpreise 2008 nach einem kurzen Hoch erneut unter die Produktionskosten zurück. Denn die Nachfragesteigerung war nur kurzlebig, wie viele warnende Stimmen bereits frühzeitig prognostiziert hatten. Trotzdem beschloss der Rat auf Vorschlag der EU-Kommission im April 2008 eine Milchquotenerhöhung um 2 %. Wütender Protest vieler Milchbauern war die Folge,