26.08.2010, Forscher weisen Gene aus gentechnisch veränderten Futtermitteln (GVO) in der Milch und in Tierorganen nach. Wer schlau ist, kauft Gentechnik-freie Milch, deren Angebot zunimmt.
03.09.2010: Je toller die Kommission es mit ihrer laxen Zulassungspraxis von GVO treibt, umso stärker wächst der Widerstand.
15.10.2010: Die EU-Kommission muss laut Umweltministerrat ihren Vorschlag nachbessern, aber die Gefahr ist nicht gebannt.
27.10.2009: Globaler Kampf gegen Patente auf Leben: Die Koalition "No Patents on Seeds" startete am 21. Oktober 2009 einen globalen Aufruf gegen Patente auf Saatgut und Tiere aus konventioneller Züchtung.
07.07.2010: Die EU plant sechs neue Zulassungen für gentechnisch veränderte (GV) Ackerpflanzen und will am 13.7. das Verfahren für künftige Import- und Anbaugenehmigungen von GV-Ackerpflanzen vereinfachen. Protest muss sein!
Initiative gegen gentechnisch veränderte Nutzpflanzen zum Mitmachen.
26.03.2010: PROVIEH fordert einen Stopp der Patentierung von Saatgut, Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln. Ein internationales Bündnis gegen Patente auf Saatgut, Pflanzen, landwirtschaftliche Nutztiere und Lebensmitteln startet heute globale Aktivitäten. Weit über 100 Organisationen aus vielen Teilen der Welt warnen gemeinsam vor den Gefahren einer zunehmenden Monopolisierung in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.
08.03.2010: Trotz Risiken und trotz der Verfügbarkeit gleichwertiger konventioneller Alternativen gibt die Kommission weitere Gentech-Sorten zum Anbau und Import frei. Künftig soll es noch schneller gehen.
12.01.2010: Das Jahr 2010 beginnt mit guten Nachrichten: Neben REWE und Tegut verkauft auch LIDL gentechnikfreie Milch.
03.12.2009: Die scheidende Europäische Kommission hat schnell noch den Import der transgenen Maissorte MIR604 von Syngenta genehmigt. Ende Oktober war bereits der Import von drei gentechnisch veränderten Maissorten in die EU genehmigt worden. Zwei dieser Sorten stammen von Monsanto, eine von Pioneer (wir berichteten). Nun wird mit der MIR604-Zulassung aus Sicht der USA die "letzte Lücke" geschlossen: Alle dort angebauten Maissorten dürfen nun in die EU eingeführt werden.
06.11.2009: Die Kritik an der Missachtung der Meinung in der Öffentlichkeit wächst. Die EU-Kommission erteilte am 30. Oktober 2009 für drei neue transgene Maissorten (GVO) Importgenehmigungen. Die entsprechenden Anträge der Gentechnikkonzerne Monsanto und Pioneer waren trotz Kritik schon im Frühjahr 2009 von der EU-Lebensmittelaufsichtsbehörde EFSA abgesegnet worden (wir berichteten, s. S. 14-17).
22.10.2009: Es geht um viel mehr als nur die anstehende Importzulassung für drei weitere Genmaissorten; denn nach Feststellung eklatanter Sicherheitsmängel fordern die Umweltminister schon seit Dezember 2008 eine völlige Überarbeitung des EU-Zulassungssystems gentechnisch veränderten Organismen (GVO) – bisher ohne Resultat. Stattdessen legt die Agrarkommissarin munter weiter Zulassungsanträge zur Abstimmung vor, die aber noch nach dem alten, d. h. mangelhaften System durch die EFSA (EU-Lebensmittelaufsichtsbehörde) geprüft wurden.
27.08.09: Ausreden der Unionsparteien mit Verweis auf EU-Recht sind unseriös
Laut eines von der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens können Gebiete oder Regionen auch verbindlich - und nicht wie bisher nur freiwillig - als „gentechnikfrei“ deklariert werden.
17.08.09: Das von der Bundesregierung eingeführte neue Siegel ist freiwillig - ein richtiger erster Schritt, der aber zu kurz greift. Bisher müssen nur Lebensmittel mit GVO-Zutaten über 0,9 % als „Mit Gentechnik“ gekennzeichnet werden. Erzeugnisse von mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefütterten Tieren wie Eier, Milch und Fleisch brauchen dagegen kein Etikett.
21.09.2009: Nun haben die verantwortlichen Politiker in Deutschland auf die Besorgnis seitens der Bevölkerung gegenüber der sogenannten „grünen Gentechnik“ auf den Äckern und Tellern schließlich reagiert.