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Antibiotikaresistenzen

Antibiotika in der Schweinemast

26.01.2012: Ausgerechnet in dem Moment, in dem rund 23.000 Menschen in Berlin gegen Intensivmast und Antibiotika-Missbrauch in der Tiermast demonstrierten, wurden im Allgäu und in der Gegend um Ulm 25 Schweinemastbetriebe gesperrt. Begründung: Im Urin der Schweine fand man Spuren von Antibiotika.

Presse-Aktion „Hühner vor dem Kanzleramt“

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Berlin, 18.01.2011: Heute Morgen demonstrierten sechs Hühner vor dem Bundeskanzleramt gegen den flächendeckenden Antibiotika-Einsatz in der Massentierhaltung. Sie fordern von der Bundesregierung, den Antibiotika-Skandal ernst zu nehmen und einen Systemwechsel hin zu einer bäuerlich-nachhaltigen und gesunden Landwirtschaft einzuleiten. Mit dieser Aktion ruft die Kampagne „Meine Landwirtschaft“ zur großen Agrardemonstration am 21. Januar 2012 in Berlin auf.

Keine Resistenzbildung durch Antibiotika?

13.01.2012: „Antibiotika sind gar nicht so schlimm.“ „Resistenzbildung gibt es kaum, und die Rückstände im Hähnchen- und Schweinefleisch sind so gering, dass sie auf den Menschen keinerlei Wirkung haben.“ Das behauptet Dr. Jürgen Harlizius, Leiter des Schweinegesundheitsdienstes der Landwirtschaftskammer NRW, in einem Interview mit der Landwirtschaftlichen Zeitschrift (LZ) Rheinland.

"Weniger Antibiotika" erfordert ein Umsteuern im Tierstall

10.01.2012: Gesunde Tiere durch gesunde Haltung - nur so lassen sich der ausufernde Einsatz von Antibiotika und qualvolle Lebensbedingungen für Millionen Nutztiere wirksam bekämpfen. Die Zeit zum Handeln drängt. Doch um möglichst schnell viele Landwirte für eine tiergerechtere, weniger intensive Nutztierhaltung zu gewinnen, muss die Gesellschaft ihnen einen Lastenausgleich zugestehen. Mit Hilfe eines "Extensivierungsbonus" ließen sich kurzfristig die politische Weichen dafür stellen, so der Vorschlag des Nutztierschutz-Fachverbands PROVIEH. Die Forderung "Faire Preise für faire Haltung" findet auch bei zahlreichen veränderungsbereiten Landwirten ein positives Echo.

Antibiotika-Missbrauch in der Tiermast - Aigner kündigt Neuregelung an

Nachdem eine Studie aus Nordrhein-Westfalen (NRW) den massiven Missbrauch von Antibiotika in der Hähnchenmast aufgedeckt hat, kündigt Landwirtschaftsministerin Aigner nun Gegenmaßnahmen an: Die Daten zu den verkauften Medikamenten sollen genau ermittelt werden, und zwar mit Hilfe der DIMDI-Arzneimittelverordnung. In diesem Register beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information in Köln werden die Verkaufszahlen pharmazeutischer Unternehmen erfasst, außerdem gibt es Aufschluss über den Verkauf von Antibiotika. Bisher durften aus Datenschutzgründen über den Antibiotika-Einsatz in der Geflügelhaltung keine Details veröffentlicht werden. Das soll sich nun ändern.

Studie belegt Antibiotikamissbrauch in der Intensivhähnchenmast

Biohähnchenmast: Hybridmastlinie im Grünlandauslauf (c) PROVIEHÜber 80 Prozent aller Masthühner werden in ihrem kurzen Leben mit Antibiotika behandelt. Das belegt nach Angaben von NDR Info eine Studie aus NRW. Die bislang unveröffentlichten Daten legen nahe, dass Antibiotika nach wie vor auch zur Mastförderung verabreicht werden, obwohl dies bereits seit 2006 EU-weit verboten ist. Jeglicher Einsatz von Antibiotika in der Tiermast leistet der Entstehung von resistenten Krankheitserregern Vorschub und muss schon deshalb nach Kräften vermieden werden. Der sinnvollste Weg dahin ist eine tiergerechte, extensive Haltung. Auslauf an der frischen Luft, Bewegung und viel Grünfutter sind die beste Medizin - auch für Hühner.

EHEC ist kein Gemüsebewohner, sondern ein Produkt der Massentierhaltung

Broccolisprossen14.06.2011: Verkeimte Gemüsesprossen wurden als Quelle für die zahlreichen EHEC-Erkrankungen der vergangenen Wochen identifiziert. Wie der Darmkeim letztlich auf die Keimlinge kam, ist nicht geklärt. Woher er stammt, dagegen schon. "Kolibakterien sind keine Gemüsebewohner. Sie bewohnen den Darm von Mensch und vielen Tieren", so Prof. Sievert Lorenzen. Es gelte als gesichert, dass die meisten, wenn nicht alle EHEC-Stämme im Zuge der intensiven Massentierhaltung entstanden sind, schreibt der Kieler Zoologe in einem Beitrag des PROVIEH Magazins 02-2011. Lorenzen geht davon aus, dass vor allem Rinder aus konventioneller Intensivtierhaltung das Reservoir für den gefährlichen Krankheitserreger sind.

EHEC und Massentierhaltung

EHEC Bakterienkolonien31.05.2011 Es gibt keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen übermäßigem Antibiotikaeinsatz in der industriellen Intensivtierhaltung ("Massentierhaltung") und den aktuellen Erkrankungen durch EHEC. Bei EHEC-Erkrankungen werden keine Antibiotika eingesetzt, um eine zusätzliche Gefährdung der erkrankten Personen zu vermeiden. Ein mittelbarer Zusammenhang muss dagegen ernsthaft geprüft werden, so der Kieler Zoologe Prof. Sievert Lorenzen.

PROVIEH - für eine verantwortungsvolle Fütterung


PROVIEH setzt sich für eine artgemäße und den tierischen, menschlichen und Umweltbedürfnissen gleichermaßen gerechte Fütterung ein, zum Beispiel durch

PROVIEH - für eine umweltverträgliche Landwirtschaft


PROVIEH setzt sich ein für eine umweltverträgliche Tierhaltung, zum Beispiel

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