15.12.2010: Die Milchviehwirtschaft ist durch das mehrfache Melken am Tag und die Kälbergeburten besonders arbeitsintensiv. Eine Kuh der modernen Hochleistungsmilchrassen gibt kurz nach der Kalbung so viel Milch, wie sie bequem für vier Kälber reichen würde. Diese Milchmenge nimmt in den Folgemonaten ab, so dass die Kuh schließlich trockengestellt und erneut künstlich besamt wird.
Die Kuh ist der falsche Sündenbock in der Klimadebatte
Autoren: Bruker, Dr. med. M. O. und Jung, Dr. phil. Mathias
Titel: Der Murks mit der Milch. Gesundheitsgefährdung durch Milch. Genmanipulation und Turbokuh. Vom Lebensmittel zum Industrieprodukt
Verlag/Hrsg.: emu verlag für ernährung, medizin und umwelt, 2001
ISBN 3-89189-045-1
Preis: 14,80 €
18.03.2010: Genossenschaften schützen Bauerninteressen nicht ausreichend laut Zwischenbericht zur Sektoruntersuchung Milch.
300 Mio. Euro für Milchfonds - Flickwerk statt Perspektive für europäische Milchbauern
27.11.2009: Im Rahmen der Agrarratssitzung am 19. und 20. November 2009 wurden die vor einigen Wochen von der Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel vorgestellten Maßnahmen zur Bekämpfung der Milchmarktkrise abgesegnet. Zu den beschlossenen Schritten gehört nun auch ein Milchfonds in Höhe von 300 Millionen Euro, der für das Haushaltsjahr 2010 bereitgestellt wird. Mit dieser Politik bieten Rat und Kommission den Milchbauern weiterhin keine langfristige Perspektive, denn jeder von ihnen wird von den freigegebenen Mitteln weniger als 1.000 Euro erhalten.
20.10.2009: Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel stellte im Rahmen einer Pressekonferenz am 19. Oktober Hilfen in Höhe von 280 Millionen Euro in Aussicht und entsprach damit nahezu den Forderungen von 21 Mitgliedsstaaten. Diese hatten sich für die Einrichtung eines Milchfonds in Höhe von 300 Mio Euro ausgesprochen. Anlass der Pressekonferenz war die Sitzung des Agrarrates in Luxemburg am 19. und 20. Oktober.
05.10.2009: Auch bei dem außerordentlichen Treffen der Agrarminister am 5. Oktober wurden die Hoffnungen der Milchbauern auf Unterstützung enttäuscht.
25.09.2009: Die europaweiten Proteste der Milchbauern gegen das unzureichende Krisenmanagement der Kommission halten an, der Lieferstopp wurde aber ausgesetzt.
02.10.2009: Das Vorgehen der Kommission angesichts der Milchkrise wurde im Agrarausschuss zum wiederholten Male lautstark kritisiert.
26.05.2009: Die Erzeugerpreise sind mit 20 Cent pro Liter Milch im Schnitt schon lange nicht mehr kostendeckend, von Einkommensgenerierung für die Milchbauern kann gar keine Rede sein.
24.07.2009: Die Probleme der Milchbauern haben lange Wurzeln. Seit Jahrzehnten werden Milchkühe auf immer mehr Milchleistung hin gezüchtet, doch die besten genetischen Anlagen reichen nicht aus, diese Leistung durch Weidehaltung zu erbringen. Zusätzlich brauchen diese Kühe viel Kraftfutter, und das ist teuer und trägt überdies zur Vernichtung riesiger Urwälder bei, weil Ackerfläche für den Anbau von Kraftfutterpflanzen gebraucht wird.
10.03.2009: Seit dem 23. Januar 2009 subventioniert die Europäische Kommission wieder den Export von Milchprodukten mit Steuergeldern. Dadurch können exportorientierte Molkereien und Lebensmittelkonzerne ihre Produkte weltweit zu Dumpingpreisen anbieten, die deutlich unter den Produktionskosten in Europa und den Zielländern liegen.