18.10.2011: Der am Mittwoch, dem 12. Oktober 2011 in Brüssel von der EU-Kommission vorgestellte Reformvorschlag für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2013 sieht keine Unterstützung für Bauern vor, die höhere Tierschutzstandards einhalten wollen.
08.07.2011: Die Europäischen Institutionen einigten sich auf ein Minimalpaket, das vor allem den Industrieinteressen, nicht aber dem Tier- und Verbraucherschutz dient.
19.04.2011: Pünktlich zum Osterfest hat die Umweltorganisation Greenpeace ein Supermarkt-Ranking für Eier veröffentlicht. Dabei wurde untersucht, wie viele Eier ohne Gentechnik im Tierfutter erzeugt wurden. Die Organisation kam zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der befragten Ketten (darunter Aldi, Lidl, Real, Rewe, Penny, Netto und Edeka) noch immer Eier von Legehennen anbieten, die aus der Fütterung mit gentechnisch veränderten Pflanzen stammen. Nur 20-30 Prozent der im Handel erhältlichen Eier sind gentechnikfrei. Nur bei speziell gekennzeichneten Eiern sowie Eiern aus biologischer Haltung könne der Kunde sicher sein, dass keine Gentechnik im Futter verwendet wurde.
Die deutsche Bundesregierung verhinderte trotz Bedenken des Europäischen Ethikrates und massiver Proteste von Tierschutzorganisationen am 29.03.11 im Vermittlungsausschuss der EU ein umfassendes Verbot für das Klonen zur Nahrungsmittelerzeugung bzw. den Verkauf von Klonerzeugnissen. Der Handel mit Produkten aus Nachkommen im Ausland geklonter Nutztiere bleibt damit gegen den Willen einer großen Bevölkerungsmehrheit in der EU uneingeschränkt möglich. Damit wird indirekt das Klonen in Drittländern gefördert.
25.03.2011: Offiziell lehnt die Bundesregierung angeblich das Klonen zur Nahrungsmittelerzeugung ab. Den nötigen EU-Gesetzentwurf will sie aber nicht verabschieden. PROVIEH protestiert in einem offenen Brief.
01.03.2011: Während in Neuseeland wegen inakzeptabler Gesundheitsprobleme und Sterblichkeitsraten bei Klontieren die Forschung bei "AgResearch" eingestellt wird, könnten in der EU bald massenhaft Erzeugnisse von Klonnachkommen unetikettiert in die Supermärkte kommen. Protestieren Sie mit uns.
EU hat Transparenz-Probleme – zähes Ringen um Kennzeichnungen und Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik
15.12.2010: Die "Brüsseler Erklärung" zum Ausstieg aus der betäubungslosen chirurgischen Kastration von Ferkeln ist nun offiziell. Wie bereits am 08.12.2010 von PROVIEH im Artikel über die "Aktion Tierwohl" angekündigt, hat sich die von der EU-Kommission koordinierte Plattform mit allen wichtigen Akteuren aus Schweine-erzeugenden Mitgliedsstaaten auf 2018 als Frist zum Umstieg von der Kastraten- auf die Jungebermast geeinigt.
PROVIEH setzt sich auch auf europäischer Ebene für die Abschaffung der Ferkelkastration ein. In zwei europäischen Workshops im Oktober 2009 und im Juni 2010, an denen auch PROVIEH teilnahm, hat sich die EU-Kommission des Themas angenommen. In Anlehnung an die Erklärungen von Noordwijk und Düsseldorf wurde im Juni 2010 beschlossen, eine Erklärung zur Abschaffung der chirurgischen Ferkelkastration auszuarbeiten. PROVIEH wirkte an der Erstellung mit. Das Dokument konnte nach nur drei Sitzungen planmäßig vor Jahresende fertig gestellt werden. Die englische Fassung ist hier im Originalwortlaut dokumentiert.
10.12.2010: Während sich der Vatikan von der Agrargentechnik distanziert, finanzieren EU-Kommission und Bundesregierung die GVO-Forschung ungebremst weiter mit Steuermilliarden.
Handelsverbot für Robbenerzeugnisse
Bereits am Montag (4.5.09) Nachmittag ging es in einer Debatte um ein seit Monaten höchst umstrittenes EU-Import- und Handelsverbot für Robbenprodukte. Außer in Kanada und Grönland werden Robben auch in den EU-Staaten Finnland, Schweden und Großbritannien gejagt. Vertreter des Europaparlaments und des Ministerrats konnten sich im Vorfeld der Abstimmung am Dienstag jedoch auf einen Kompromiss einigen.
01.09.2010, Zu hohe Ammoniakemissionen, vor allem aus Massentierhaltungen, verpesten die Umwelt; die Bedingungen in der Schweinehaltung sind gesetzwidrig.
01.09.2010, Zu hohe Ammoniakemissionen, vor allem aus Massentierhaltungen, verpesten die Umwelt; die Bedingungen in der Schweinehaltung sind gesetzwidrig.
In der ersten Ausgabe des ab sofort halbjährlich erscheinenden Infoblattes ruft die Generaldirektorin zu Bürgerbeteiligung auf.
Die für Tierschutzfragen zuständige Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz (GD SANCO) will mit diesem neu geschaffenen Instrument über die EU-Aktivitäten informieren und eine Brücke zu Bürgern, Nichtregierungsorganisationen und anderen wichtigen Akteuren schlagen.
Das im Frühjahr 2010 beschlossene neue Biosiegel gilt seit dem 01. Juli 2010 europaweit.