Die meisten Menschen in der EU wollen keine tierischen Produkte, die von Klonen, Klonnachkommen oder unbetäubt geschlachteten Tieren stammen. Doch Kommission und Ministerrat der EU respektieren diesen Willen nicht und verhindern gesetzliche Verbote. Selbst eine Kennzeichnung dieser Produkte lehnen sie ab. Sie wollen Intransparenz, doch der Widerstand gegen die mangelnde Entscheidungsfreiheit für Verbraucherinnen und Verbraucher wächst.
20.05.2011: Der dreijährige Streit um das „Gesetz über neuartige Lebensmittel“ (Novel Food Verordnung) ist frühmorgens am 30. März 2011 an der Klonfrage gescheitert. Damit bleibt die alte Regelung von 1997 in Kraft.
25.07.2011: Tier- und Umweltschützer, Grüne Politiker und Verbraucherschützer wollen sich nicht abfinden damit, dass die EU-Kommission untätig dabei zuschaut, wie immer mehr Fleisch und Milch aus Klontieren in den Handel kommen – ganz ohne Kennzeichnung.
07.07.2011: Klonen bedeutet, eine genetische Kopie eines Tieres anzufertigen. In den USA ist das inzwischen ein allgegenwärtiger Vorgang. Dort ist das Fleisch der Nachkommen geklonter Tiere seit einigen Jahren im Handel.
08.04.2011: Gentechnisch manipulierte Kühe sollen künftig Muttermilchersatz für Menschenbabys liefern. Aus Frankensteins Gruselküche erwarten uns noch viele solcher Horrormeldungen, falls dem ethikfreien Wirken der Wissenschaftler nicht endlich Grenzen auferlegt werden.
Die deutsche Bundesregierung verhinderte trotz Bedenken des Europäischen Ethikrates und massiver Proteste von Tierschutzorganisationen am 29.03.11 im Vermittlungsausschuss der EU ein umfassendes Verbot für das Klonen zur Nahrungsmittelerzeugung bzw. den Verkauf von Klonerzeugnissen. Der Handel mit Produkten aus Nachkommen im Ausland geklonter Nutztiere bleibt damit gegen den Willen einer großen Bevölkerungsmehrheit in der EU uneingeschränkt möglich. Damit wird indirekt das Klonen in Drittländern gefördert.
25.03.2011: Offiziell lehnt die Bundesregierung angeblich das Klonen zur Nahrungsmittelerzeugung ab. Den nötigen EU-Gesetzentwurf will sie aber nicht verabschieden. PROVIEH protestiert in einem offenen Brief.
Ilse Aigner kündigte im Februar 2011 in Deutschland ein Tierschutzpaket für Nutztiere an. Gleichzeitig unterstützt Deutschland auf EU-Ebene die unbeschränkte Einfuhr von Klonnachkommen und ihren Erzeugnissen. Das würde den Verkauf unetikettierter Produkte, deren Ursprung in grausamen, tierquälerischen Klonprozessen liegt, in Deutschland und der EU Tür und Tor öffnen. Bis zum 29. März 2011 muss sich der Vermittlungsausschuss einigen, sonst platzt das Gesetzesvorhaben, mit dem ein umfassendes Klonverbot eingeführt werden könnte.[1]
01.03.2011: Während in Neuseeland wegen inakzeptabler Gesundheitsprobleme und Sterblichkeitsraten bei Klontieren die Forschung bei "AgResearch" eingestellt wird, könnten in der EU bald massenhaft Erzeugnisse von Klonnachkommen unetikettiert in die Supermärkte kommen. Protestieren Sie mit uns.
05.11.2010: Laut Kommissionsmitteilung soll nur ein sehr reduziertes Einfuhrverbot für lebende Klontiere und aus ihnen direkt gewonnenen Nahrungsmitteln gelten.
Im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europaparlaments wurde am 5. November ein mögliches Moratorium für aus geklonten Tieren gewonnene Lebensmittel diskutiert. Dabei spielte der Tierschutz leider gar keine Rolle!
08.07.2010, Das Europäische Parlament stimmte auch in der 2. Lesung gegen das "Gesetz für Neuartige Lebensmittel", um den Einzug von Klonprodukten in die EU zu verhindern.
Der EU-Ministerrat will Lebensmittel, die mit dem Fleisch geklonter Tiere produziert wurden, zur Vermarktung zulassen.